Letzte Aktualisierung: 06. März 2010 16:46

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Wanderung mit interessanten Blicken über den oberen Brienzersee, Brienz und die Rothornkette.

Der kleine Rundgang zum Aussichtspunkt 757.5 Meter

Der erste Rundgang beginnt direkt hinter dem Hotel, steigt zuerst leicht an und verläuft nach einer Linksabzweigung, oberhalb des Hotels nahezu flach in Richtung See. Nach wenigen Schritten wird ein markanter Stein mit einer Aufschrift erreicht. Das Zitat regt uns zu einigen Gedanken zu unserem Verhalten der Natur gegenüber. Kurz darauf ist schon die erste grüne Sitzbank mit prachtvoller Aussicht im kühlen Schatten der Laubbäume erreicht. Ein wunderbarer Blick über den Brienzersee in Richtung Oberried, Niederried und Ringgenberg belohnt bereits schon die ersten kleinen Anstrengungen. Ab hier steigt der Weg in mehreren Windungen ein wenig steiler den Waldhang hinauf.  

Zitat zum Nachdenken Aussicht von Ruhebank auf das Augstmatthorn

 

Blick von einer Ruhebank auf das Dorf Brienz Blick vom kleinen Gipfel 757,5 Meter über Meer, auf das  Brienzer Rothorn Blumen am Wegrand

Viele Ruhebänke mit Aussicht und erfrischendem Schatten

Unterwegs laden noch weitere Ruhebänke mit verschiedenen Blickrichtungen, besonders in Richtung Brienz und die dahinterliegende Bergkette des Rieder- und Brienzergrates mit dem markanten Brienzer Rothorn, zum Ausruhen ein. Besonders bei heissem oder schwülwarmem Wetter sind die schattigen Standorte der Ruhebänke besonders willkommen und laden zum Verweilen ein. Schlussendlich wird nach rund 15-20 Minuten Aufstieg der kleine Aussichtsgipfel mit einer Höhe von 757.5 Meter über Meer erreicht.  

Ruhebank Tannhornblick mit Sicht auf den Brienzergrat mit Tannhorn  Ruhebank Rothornblick mit Sicht auf das Dorf Brienz

Ruhebank Wilerhornblick mit Blick auf die Dörfer Ober- und Unterschwanden

Panoramarundblick

Der Rundblick auf den oberen Brienzersee, das Dorf Brienz und das Brienzer Rothorn bis zum Wilerhorn ist hier besonders eindrücklich. Eine neuerstellte Ruhebank lädt auch hier zum Ausruhen ein, doch schattenspendende Bäume in unmittelbarer Nähe der Ruhebank gibt es keine. Für den Rückweg wählen wir eine andere abwechslungsreiche Route. Bei der Wegabzweigung, unmittelbar unterhalb des kleinen Gipfels, verfolgen wir nun den nach links abzweigenden Weg.  

 

 

Ein flaches Wegstück führt zu der historischen Steintreppe

Eine kleine Treppe führt über den Nebengipfel

An warmen Tagen ist die schattige Wanderung ein Genuss

 

Im Jahre 1822 erstellte Johannes Kehrli, Schulmeister in Brienz den Weg zum See, sowie Daniel Wyss, Pfarrer in Brienz, den Weg dem Giessbach entlang zur Schweibenalp.

Im Jahre 1832 wurde das erste Gasthaus gebaut

Eduard Schmidlin: 1808 - 1890, geboren am 08. Juli 1808, verstorben am 05. Februar 1890

Zum Gedenken an seine sehr wertvollen Tätigkeiten am Giessbach und seinem 200. Geburtstag wurde am 08. Juli 2008 eine kleine Gedenkfeier zelebriert. Eine kleine Tafel wurde am unteren Ende der Treppe zu seinem Andenken angebracht.

Eduard Schmidlin 

08.07.1808-05.02.1890

Verwalter des ersten Hotels am Giessbach 

Gestalter der Garten- und Parkanlage

Zum 200. Geburtstag 08. Juli 2008

Stiftung Giessbach dem Schweizer Volk

Am unteren Ende der Steintreppe wurde die Gedenktafel montiert

Eduard Schmidlin war an der Königlichen Hofgärtnerei in Stuttgart als Gärtner tätig. Im Jahre 1855 wurde Konrad Gerhard von Rappard neuer Besitzer vom Giessbach und fand Eduard Schmidlin als erfahrener Garten- und Anlagebauer für die Erstellung der Parkanlagen am Giessbach. Von 1856 bis 1870 war Eduard Schmidlin Verwalter im Giessbach und  erster Direktor eines im Jahre 1858 erstellten Pensionshauses mit 175 Betten. Während diesen Jahren wurde die Gartenanlage vor dem Hotel, die Spazierwege zum kleinen, aussichtsreichen Gipfel auf einer Höhe von 757.5 Metern über Meer, sowie die vielen Trockenmauern und die bemerkenswerte, historische Steintreppe mit den 63 Stufen erbaut. Die Leistungen sind, wenn man bedenkt, dass zu dieser Zeit noch keine Baumaschinen, Kräne und technische Hilfsmittel vorhanden waren und alles noch vorwiegend mit Handarbeit erschaffen werden musste,  ganz gewaltig. 

1868 wurde Eduard Schmidlin zum Bürger von Brienz ernannt und erhielt das Schweizer Bürgerrecht.

Natursteintreppe von oben betrachtet Natursteintreppe unteres Ende

Alte historische Natursteintreppe

Hier erreichen wir eine alte, "historisch" interessante,  aber gut erhaltene Treppe aus Natursteinen, welche in den Jahren zwischen 1856 und 1870  erstellt wurde.. Sie dürfte rund 150 Jahre alt sein. Die Giessbach - Standseilbahn, welche im Jahr 2004 das beachtenswerte Jubiläum "125 Jahre Giessbachbahn" feiern konnte, wurde im Jahre 1879 erbaut und ist wenig jünger als die Steintreppe. Lassen wir uns von den 63 Stufen keinesfalls entmutigen, die Treppenstufen sind stabil und ohne Probleme begehbar. Unten am Ende der Treppe angelangt, wird ein kleiner Sattel erreicht. Statt jedoch den direkten Weg nach rechts in Richtung Hotel zu verfolgen, wird als Variante der leicht ansteigende Weg nach links empfohlen. Der Höhenunterschied des Anstieges beträgt nur ca. 20 Meter. Bei der nächsten Abzweigung wird der schmale Weg nach rechts gewählt. Mit einigen Schleifen, wo am Wegrand je nach Jahreszeit oft seltenere Blumen, wie Fingerhut und Sternlilien blühen, führt der Weg zum grossen Parkplatz hinunter. Der Weg nach rechts , führt bei der Hotelgärtnerei vorbei wieder zum Hotel zurück.  

 

Ende Juni anfangs Juli blühen am Wegrand wunderschöne Fingerhüte Über den kleinen Gipfel führt ein verträumter Weg im schattigen Wald Der Weg ist selten begangen, wodurch sich die Flora prächtig entwickeln kann

 

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