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Letzte Aktualisierung: 11. April 2009 11:48
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Die Giessbachbahn: Die am 21. Juli 1879 eröffnete, meterspurige Giessbach - Standseilbahn erklimmt auf einer Streckenlänge von 345 Metern einen Höhenunterschied von 93 Metern und erreicht von der hoteleigenen Schiffsanlegestelle Giessbach - See das inmitten würziger und reiner Luft märchenhaft gelegene Grandhotel Giessbach. Die Bergstation liegt auf einer Höhe von 666 Meter über Meer, also ziemlich genau 100 Meter über dem Brienzersee. Die Giessbachbahn ist mit einer Zahnstange vom System Riggenbach ausgerüstet. Bis im Jahre 1948 wurde die Bahn mit Wassergegengewicht betrieben, ab diesem Jahr wird die Giessbachbahn elektrisch betrieben. Die Neigung beträgt 240 - 320 Promille. Ein klein wenig Technik über die Giessbach - Standseilbahn Die Giessbachbahn benutzte anfänglich als Antriebssystem das Wasserübergewicht.
Auf der Bergstation wurde ein unter dem Wagenkasten eingebauter
Wasserkasten mit Wasser gefüllt. Dadurch erhielt der talwärts fahrende
Wagen gegenüber dem bergwärts fahrenden Wagen ein höheres Gewicht.
Durch dieses Übergewicht vermochte der talwärts fahrende Wagen den bergwärts
fahrenden Wagen, inklusive die Fahrgäste hochzuziehen. Ein Bremssystem in
der Bergstation regelte die zulässige Fahrgeschwindigkeit der Bahnwagen.
Obwohl dieses System im Betrieb kostengünstig, jedoch etwas aufwendiger
war, wurde im Jahre 1948 zur Erhöhung der Betriebssicherheit die Anlage
vom Wasserübergewicht auf den elektrischen Antrieb mit einem Elektromotor
in der Bergstation umgebaut. Während einer 4 Minuten
dauernden Fahrt überqueren die roten Wagen mit 40 Sitzplätzen die sehr eindrücklichen Wasserfälle
des schäumenden und wild sprudelnden Giessbaches, im
oberen Streckenteil über eine 5-teilige, feingliedrige Eisenbrücke
mit einer Länge von 174 Metern. Am 21. Juli 2004 konnte die Giessbachbahn das grosse Jubiläum "125 Jahre Giessbachbahn" feiern. Dieses Jahr feiert sie das 130 Jahre Jubiläum. Obwohl die Bahn schon einige technische Erneuerungen und Modernisierungen erfahren hat, strahlt sie heute immer noch sehr viel nostalgischen Charme und Romantik aus, wie vor 130 Jahren. Die technischen Ausrüstungen der Standseilbahn erfüllen, trotz ihrem Alter, alle Voraussetzungen für eine sichere und bequeme Fahrt zwischen der Schiffsanlegestelle "Giessbach - See" und dem Grandhotel Giessbach. Allein schon der eindrückliche Anblick auf den, sich über 14 Wasserfälle
in den Brienzersee ergiessenden Wildbach, ist auf jeden Fall eine Reise
wert. Die historische Standseilbahn
sichert den Anschluss von und nach allen Schiffskursen der Brienzersee -
Schifffahrt zwischen der Anlegestelle Giessbach - See und dem Hotel
Giessbach. (während der
Fahrsaison der Schifffahrt) Der
Sommerfahrplan auf dem Brienzersee beginnt am 01. Juni und dauert bis
14.
September 2008. Während dieser Zeit verkehren die Motorschiffe
täglich zwischen Interlaken Ost und Brienz, ausgenommen eines Kurses an Werktagen am Nachmittag.
Das Dampfschiff Lötschberg fährt, ausgenommen an Montagen, während des
Sommerfahrplanes täglich, Während des
Frühlingsfahrplanes vom 06. April bis 31. Mai und des Herbstfahrplanes vom
15. September bis 19. Oktober 2008 besteht ein reduzierter Fahrplan. Der Fahrplan für das Dampfschiff "Lötschberg" ist auf der Seite "Dampfschiff Lötschberg" ersichtlich. |
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| Ausweichstelle in der Streckenmitte. Zwischen den Geleisen ist die Riggenbach - Zahnstange für die Bremsung sichtbar | Im unteren Streckenabschnitt weitet sich vorerst der Blick über den See, bevor die Bahn den Giessbach überquert |
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Standseilbahn bei der Kreuzung beim Überqueren des Giessbaches auf der feingliedrigen Metallbrücke |
Bergstation der Standseilbahn beim Hotel Giessbach. Der Gast wird schon hier mit vielen Blumen empfangen |
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Hoch über eine filigrane Metallbrücke überquert die Giessbachbahn den schäumenden Giessbach und gibt freien Blick auf die Giessbachfälle |
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Die Abt'sche Weiche ohne bewegliche Weichenzungen. Die Schienen sind für den Durchlass des Drahtseiles unterbrochen |
Am 21. Juli 2004 konnte die Giessbachbahn ihr 125. Jubiläum feiern |
Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt, weshalb jeder Wagen der
Standseilbahn bei der Ausweichstelle immer auf dem richtigen
Kreuzungsgeleise ausweicht?
Die Giessbachbahn ist eine der ersten Standseilbahnen, welche als eingleisige Bahn mit einer Kreuzungsstelle in der Streckenmitte gebaut wurde. Die Ausweichstelle ist mit zwei Weichen nach dem System des Bahnerbauers Roman Abt ausgerüstet. Diese Weichen nach dem System Abt besitzen jedoch im Gegensatz zu konventionellen Weichen bei den Eisenbahnen keine beweglichen Weichenzungen, welche je nach der gewünschten Fahrrichtung, geradeaus oder auf Abzweigung, umgestellt werden müssen. Trotz Fehlen dieser Weichenzungen kann für jeden Wagen eindeutig bestimmt werden, welches Ausweichgeleise er zu befahren hat. Die äusseren Schienen links und rechts der Ausweichstelle sind durchgehend und ununterbrochen, während die inneren Schienen für den Durchlass der Drahtseile unterbrochen sind. Die Räder des üblichen Rollmaterials bei Eisenbahnwagen und Lokomotiven besitzen zur korrekten Führung des Fahrzeuges auf den Schienen an den Rädern einen Spurkranz, welcher an der Innenseite der Schienen anliegt. Bei der Standseilbahn sind die Verhältnisse etwas anders: Der eine Wagen besitzt in Fahrrichtung links an der durchgehenden Schiene ein Rillenrad, dass heisst zur korrekten Führung des Wagens ein Rad mit zwei Radkränzen. Das Rad besitzt somit je einen Radkranz an der Innen- und an der Aussenseite der Schiene, welche die Schiene beidseitig umfassen und das Rad lenken. Auf der anderen, rechten Seite des Wagens ist ein Rollenrad montiert, das heisst einer Rolle ähnliches breites Rad, welches den Wagen ermöglicht, auch die inneren unterbrochenen Schienen mit den dazwischen liegenden Drahtseilen problemlos zu überfahren. Beim anderen Wagen ist die Ausstattung genau umgekehrt: Auf der in Fahrrichtung rechten Seite befindet sich bei der durchgehenden Schiene wieder das Rillenrad mit den beiden Spurkränzen und auf der linken Seite das breite Rollenrad, welches den Wagen über die unterbrochenen Schienen führt. Somit ist das Rillenrad mit 2 Radkränzen entscheidend, welches Geleise der Ausweichstelle jeder Wagen zu befahren hat.
Machen wir einmal einen Besuch hinter die Kulissen und werfen einen Blick unter den Bahnwagen
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| Das Wagenrad mit den zwei, beidseitigen Radkränzen. An einem Wagen befindet sich dieses Rad auf der linken, beim anderen Wagen auf der rechten Seite. Es ist verantwortlich, dass der Wagen in der Kreuzungsstelle immer auf dem richtigen Geleise ausweicht. | Das breite Wagenrad ermöglicht die beiden Wagen ohne Entgleisung die unterbrochenen Geleisestücke in der Kreuzungsstelle zu überfahren. | Blick auf das Bremsrad mit den Bremsbacken und den Rillen am Rad. Links daneben das Drahtseil |
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| Unten der Motor mit dem Antriebsritzel . Oben das grosse Antriebsrad zum Antreiben des Drahtseiles. | Links das grosse Antriebsrad, welches vom Motorritzel angetrieben wird. Rechts das schmale Rad für den Antrieb des Drahtseiles | Wagen der Drahtseilbahn in luftiger Höhe auf der aus einer filigranen Konstruktion erbauten Eisenbrücke kurz vor dem Erreichen der Bergstation. |
Die Hotelterrasse, direkt vor den Wasserfällen und 100 Meter über dem Brienzersee bietet eine wundervolle Aussicht.
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| Auf der Hotelterrasse, direkt vor dem eindrücklichen Naturschauspiel der Wasserfälle und dem Weitblick über den Brienzersee, mundet nach einer Wanderung eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen aus der eigenen Hotelküche ganz besonders gut. | |
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Nach Ankunft mit der Drahtseilbahn spendet der feine, erfrischende Wasserstaub vor den Wasserfällen, ganz besonders an heissen Sommertagen, eine wohltuende Erfrischung. Der weite Blick über den Brienzersee und den Brienzergrat von der Hotelterrasse aus bietet die nächste Überraschung. |
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